"Die Hundestunde" - wie es dazu kam und wer wir sind
Innerhalb einer Ortsgruppe des SV hatten wir im Jahr 2002 die Möglichkeit, eine Hundeschule für alle Rassen ins Leben zu rufen und konnten hier ganz entscheidende Erfahrungen im Umgang mit Hunden und ihren Menschen sammeln. Wir erwarben damals die vom VDH anerkannte Übungsleiter-Lizenz, die uns (im Rahmen eines VDH-Vereins) auch dazu ermächtigt, Kurse für den VDH-Hundeführerschein zu leiten. Im April 2004 haben wir uns mit der Hundeschule "Die Hundestunde" selbstständig gemacht, um ohne Kompromisse unsere Ausbildungsideen umsetzen zu können. Die Abschlussprüfung des in Deutschland staatlich zugelassenen Fernlehrgangs "Tierpsychologie mit der Spezialisierung Hund" an der Akademie für Tiernaturheilkunde in der Schweiz (ATN) haben wir im April 2005 abgelegt. Durch diese Ausbildung haben wir Kenntnisse in der Allgemeinen sowie Speziellen Ethologie erworben, die ein wissenschaftliches Arbeiten im Bereich der Verhaltensforschung und der Verhaltenstherapie ermöglichen.
Im Dezember 2008 haben wir eine Prüfung beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz abgelegt und wurden im Februar 2009 als sachverständige Stelle im Sinne des § 11 Abs. 3 Landeshundegesetz NRW anerkannt. Wir sind somit dazu berechtigt, Sachkundeprüfungen für große Hunde abzunehmen und entsprechende Sachkundebescheinigungen zur Vorlage bei der Behörde auszustellen.
Selbstverständlich zählt für uns als Tierpsychologinnen ständige Weiterbildung auch in Zukunft zu den wichtigsten Aufgaben. Folgende Fortbildungen haben wir im Laufe der Jahre bereits besucht:
- Dr. Barbara Schöning (2003: "Hunde, Menschen und die Rangordnung")
- Dr. Andrea Herz (2004: "Welpenerziehungskurse")
- Petra Führmann, Iris Franzke, Perdita Lübbe-Scheuermann (2004: "Praxisworkshop für Ausbilder", "Welpenerziehung für Ausbilder" und "Ausbildung für Ausbilder", 2005: "Aufbau und Gestaltung von Raufer- / Spielgruppen")
- Günther Bloch (2005: "Ethologie und Kynologie, Theorie und Praxis", 2006: "Gruppenverhalten, Kommunikationn Mensch-Hund", 2007: Jagdverhalten von Wolf - verwilderten Haushunden - Familienbegleithunden, 2008: "Gruppenverhalten, Dominanzbeziehungen und Kommunikation, 2009: "Gruppenverhalten, Aggressions- und Spielverhalten)
- Martin Rütter (Praktikum 2004, mehrere Vorträge 2004, 2005, 2006, 2007, 2008 und 2009)
- Dr. Gabriele Niepel (2005: "Arbeit mit Problemhunden - Ursachenforschung" , "Hundeverhalten")
- Dr. Dorit Feddersen-Petersen (2005: "Hundepsychologie: zur Biologie der Aggression", 2006: "Hundepsychologie: Ausdrucksverhalten und Kommunikation")
- Günther Bloch und Perdita Lübbe-Scheuermann (Vortrag 2006)
- Dr. Udo Gansloßer (2006: "Hormonelle Einflüsse auf das Verhalten von Hunden", 2007: "Die Auswirkungen der Kastration auf das Verhalten des Hundes", "Lernen, Gedächtnis und Stress")
- Thomas Baumann (2006: "Angst / Aggression - Ursachen, Auswirkungen und Lösungsmodelle", "Motivationstechniken - Grundlagen /Methoden positiver Stimulans in Erziehung und Ausbildung", 2007: "La-Ko-Ko", "Angst")
- Dr. Renate Jones (2006: "Aggressionsverhalten Teil 1 und 2")
- Auffrischungskurs zur VDH-Übungsleiterlizenz in 2007
- Jan Nijboer und Michael Grewe (2007: "Problemhunde")
- Frauke Loup (2008: "Apportieren als sinnvolle Beschäftigung für Hunde")
- Michael Grewe (2009: "Erziehung problematischer Hunde")
- Prof. Dr. Adam Miklosi und Dr. Udo Gansloßer (2009: "Moderne Hundeethologie - Funktionen und Mechanismen in der hündischen Kommunikation")
Unser Wissen möchten wir gerne an unsere Kunden weitergeben, deshalb legen wir großen Wert darauf, dass nicht nur der Hund lernt, sondern auch der Mensch. Die ausführliche Vermittlung theoretischer Grundlagen ist daher ein wichtiger Teil unseres Unterrichts. Insbesondere unser stetig wachsendes Informations- und Fortbildungsangebot (z.B. Vorträge und Seminare mit Günther Bloch, 1. Hilfe-Kurse und Theorieabende zu verschiedenen Themen) bietet jedem interessierten Hundehalter eine gute Möglichkeit zur eigenen Weiterbildung. Ein Hund lernt schließlich immer und überall, nicht nur in der "Hundestunde"!
Dürfen wir uns kurz vorstellen?
Birgitt Mörmel - Landgrebe:
1957: geboren in Iserlohn
1977: Abitur am heutigen Stenner-Gymnasium
1977-1978: Sprachschule
1979: Prüfung zur Fremdsprachenkorrespondentin vor der SIHK Bonn
1979 - 2006: Tätigkeit als Exportsachbearbeiterin, Chefsekretärin und Übersetzerin
Seit Nov. 2006: Hauptberufliche Hundetrainerin
Seit Febr. 2009: Berechtigung zur Abnahme von Sachkundeprüfungen i.S.v. § 11 Abs. 3 LHundG NRW
In meiner Jugend durfte ich leider keinen eigenen Hund haben, jedoch erlaubten mir meine Eltern in den Schulferien einen Pflegehund aufzunehmen. Ich gab Zeitungsanzeigen auf, so dass ich in den Ferien immer mit einem vierbeinigen Partner durch die Wälder streifen konnte. 1984 konnte ich mir dann endlich meinen ersten eigenen Hund, die unvergessene Boxerhündin Caty, zulegen. Mit ihrer Hilfe erlernte ich die Grundzüge der Hundeerziehung im Boxer-Klub Iserlohn. Nachdem sie uns dann im Jahr 1991 im Alter von 12 Jahren verlassen mußte, kamen Micky und Maya, zwei Schäferhundwelpen ins Haus. Beide wurden auf Schutzhund III und Fährtenhund geführt. Speziell mit Maya und durch die Ausbildung einiger fremder Hunde, erwarb ich dann auch das Hundeführersportabzeichen in mehreren Stufen. Trotz sportlicher Ambitionen legte ich jedoch immer allergrößten Wert auf ausnahmslosen Familienanschluss und ein gutes Verhalten meiner Hunde in der Öffentlichkeit. Keiner meiner Hunde wurde je zum "Sportgerät degradiert". Heute leben in unserem Haushalt die 7-jährige Daphne und der 5-jährige Hennes.
1962: geboren in Iserlohn
1981: Abitur am Stenner-Gymnasium
1981 - 1985: Studium der Betriebswirtschaft an der FH Münster, Abschluss als Dipl. Betriebswirtin
1986 - 1988: Tätigkeit bei der IHK zu Münster
1988 - 2004: Tätigkeit im Bereich Pharmamarketing und -marktforschung
Seit Juli 2004: Hauptberufliche Hundetrainerin
Seit Febr. 2009: Berechtigung zur Abnahme von Sachkundeprüfungen i.S.v. § 11 Abs. 3 LHundG NRW
Da ich zusammen mit Schäferhunden aufgewachsen bin und in meiner Familie früher aktiver Hundesport betrieben wurde, hatte ich schon recht bald die Gelegenheit, Hundeplätze kennenzulernen. Leider musste ich aus beruflichen Gründen lange Zeit auf einen eigenen Hund verzichten. 1996 hatte dieses Warten dann ein Ende und der Schäferhundwelpe Cherno zog bei uns ein. Auch für mich war der klassische Schutzhundesport der Einstieg in die Hundeerziehung. Wesentliches Ziel meiner Ausbildung war jedoch, einen in jeder Situation umweltverträglichen Familienhund zu haben, der uns sowohl auf Ausflügen und Reisen begleiten, aber auch mal alleine zuhause bleiben konnte. Schnell stellte ich fest, dass die klassischen Ausbildungsmethoden häufig etwas eingefahren und mehr auf Prüfungsordnungen als auf das tägliche Leben ausgerichtet sind. Ein wichtiger Meilenstein für mein stark wachsendes Interesse an verschiedenen Ausbildungsmethoden war hier sicherlich auch der Besuch einer Veranstaltung von Prof. Ekard Lind, der damals (1997) noch nicht so bekannt war. Ein paar Wochen nach Chernos Tod im September 2007, wurde der Airedale Terrierwelpe Ede unser neuer 4-beiniger Hausgenosse.
Petra Kusch
1960: geboren in Bad Berleburg.
erlernter Beruf: MTA
seit Februar 2009: Trainerin in der "Hundestunde"
Tiere spielten in meinem Leben schon immer eine Rolle, besonders Hunde. Mit 15 Jahren bekam ich meinen ersten eigenen Hund, einen Cockerspaniel. Der Rasse bin ich treu geblieben. Seit 1995 betreibe ich Hundesport, erst Breitensport, dann Agility, jetzt Obedience und bin DVG/VDH anerkannter Ausbilder für Welpen und Junghunde, Agility und Obedience.
Durch meine "kleine aber feine" Zucht von Cockerspanieln, bin ich natürlich die erste Anlaufstelle für Fragen rund um den Hund. Dadurch weiß ich, wie wichtig eine frühe Förderung von Hund und auch seinen Menschen ist. Dies zu unterstützen, liegt mir sehr am Herzen, denn durch ein gutes Miteinander bleibt er auch der "Beste Freund" des Menschen.
Brigitte Senftleben:
1958: geboren in Nachrodt-Wiblingwerde
gelernte Arzthelferin
seit vielen Jahren in einem Dentallabor angestellt
seit April 2008: Trainerin in der "Hundestunde"
Meine Liebe zu Hunden war schon immer da. Meine Mutter sagte immer, mein erstes Wort sei „Hund“ gewesen. Leider konnte ich nie einen eigenen Hund haben, so führte ich die Bellos aus der Nachbarschaft aus und wurde so mit vielen verschiedenen Charakteren konfrontiert. 1982 bekam ich meinen ersten eigenen Hund: Die kleine Leonbergerhündin „Bintje“. Mit ihr machte ich meine erste Hundeplatzerfahrung. Leider sagte mir die Ausbildung dort nicht zu, so dass ich nach Alternativen suchte. 1983 kam meine zweite Leonbergerhündin „Ayla“ ins Haus und ich lernte den Verhaltensforscher Eberhard Trumler kennen. Es kamen neue Verständnisse über den Hund und sein Wesen auf. Von nun an schmachtete ich nach Literatur über moderne Hundeerziehung. Im Rahmen des Vereins für Leonberger stand ich vielen Leonberger-Besitzern auf dem Weg zur Begleithundprüfung mit Rat und Tat zur Seite. Neben zahlreichen Pflegehunden habe ich mittlerweile meinen fünften Leo, den Rüden „Krümmel“ (geb. 2007).
